Seit vielen Jahren haben wir an der Mittelschule Zirndorf Schülerpaten. Sie begleiten einige unserer Schüler, um ihre Persönlichkeit zu stärken und ihnen auf ihrem Lebensweg eine Hilfe zu sein.

Schülerpaten sind Erwachsene, die mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung eine neutrale Bezugsperson darstellen können, doch das beschreiben sie nachfolgend selbst viel genauer:

 

Was ist unsere Philosophie?

Die Philosophie unserer Bildungs- und Ausbildungspatenschaften ist, dass Patenkinder/ Mentees in ihrer Entwicklung gefördert werden und dass wir ihnen auch bei ihrer beruflichen Orientierung zur Seite stehen.

Dies geschieht in einer 1:1 Beziehung mit möglichen Schwerpunkten:  

  • Sprache und Kommunikation
  • Lebenspraxis und soziale Fähigkeiten (soft skills)

  • Bewerbungsverfahren und Berufsfindung

  • Selbstverständlich orientiert sich der Bedarf am Kind und wird entsprechend darauf zugeschnitten

 

Grundlagen der Arbeit bilden:

  • Qualifizierung und Vorbereitung der Schülerpaten vor Aufnahme mit den Mentees, sowie Fortbildungsveranstaltungen während der Patentätigkeiten.

  • Organisation und Betreuung monatlicher Treffen der Schülerpaten/innen untereinander zum Erfahrungsaustausch, zusammen mit der Leiterin vom Jugendhaus Zirndorf, einer Dipl. Sozialpädagogin und einer Verbindungslehrerin der Mittelschule Zirndorf.

  • Regelmäßige, motivierende und vertrauensvolle Treffen von Schülerpaten mit Jugendlichem.

 

Zielgruppen

Das Hauptziel unseres Engagements ist es, die Jugendlichen bis zum nahtlosen Übergang in eine weiter- führende Schule oder berufliche Ausbildung zu begleiten. Unverzichtbar ist hierbei die Zusammenarbeit mit der Zirndorfer Mittelschule und deren Schülerinnen und Schülern. Voraussetzung zur Teilnahme am Projekt ist eine deutliche Bereitschaft und Freiwilligkeit der Jugendlichen und deren Eltern eine Unterstützung durch die Schülerpaten anzunehmen.
 

Tätigkeiten der Schülerpaten Zirndorfs

Ein Schülerpate ist eine neutrale, berufserfahrene Person, die als unterstützender Begleiter nicht in Spannungsfeldern Schüler und Schule oder Kind und Elternhaus steht. Ein Schülerpate fungiert nicht als Nachhilfelehrer, sondern kümmert sich auf beiderseits freiwilliger Basis in einer „1:1 Beziehung“ hauptsächlich um die Persönlichkeitsentwicklung des von ihm begleiteten Jugendlichen.

 

Die Hauptziele seiner Tätigkeiten sind:

  • Vertrauen aufbauen und Eigenverantwortung stärken

  • Motivation und Optimismus fördern

  • Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Verlässlichkeit aufbauen

  • Jugendliche zu einem guten Schulabschluss zu begleiten

  • bei der Bewerbung und der Suche nach einem Ausbildungsplatz helfen

 

Beziehung zwischen Patin/ Pate und Mentees

Das Ziel ist immer eine freundschaftliche Beziehung zwischen Schüler und Schülerpaten. Dies kann nur gelingen, wenn sie von beiden gewollt ist. Beide haben die Chance die Beziehung mitzugestalten. Beziehungen mit geschlechtsidentischen Partnern werden favorisiert, sind allerdings nicht zwangsläufig. Es hängt vom Wunsch des Schülers, von der Zustimmung der Eltern und vom Paten ab. Unterstützt wird dies durch:

  • Unterzeichnung der Ehrenerklärung

  • Beibringen des Erweiterten Führungszeugnisses

  • Bildung eines Schülerpaten Teams mit hoher gegenseitiger Akzeptanz

  • Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme an den Monatstreffen

  • Offene Gesprächsführung im Schülerpaten Team unter Wahrung der Schweigepflicht

 

Häufigkeit der Treffen zwischen Schüler/ innen und Schülerpaten/ innen

Die Treffen sollten möglichst regelmäßig stattfinden bei einem zeitlichen Abstand von einer Woche und mit einer zeitlichen Dauer von 1- 2 Stunden. Dies kann an einem beliebigen Ort oder Raum, sollte aber nicht im Zuhause der Eltern sein, wobei die Regelmäßigkeit viel wichtiger ist als die Dauer.

 

Versicherung

Der Versicherungsschutz der Schülerpaten an der Mittelschule Zirndorf erfolgt über die Trägerschaft der Stadt Zirndorf.

 

Leitsätze für Patenschaften

  • Verantwortung: Ich stehe meinem Patenkind zur Seite und übernehme Verantwortung. Dabei möchte ich Eltern, Bildungseinrichtungen und weitere Institutionen nicht ersetzen, sondern ergänzen.

  • Ziele: Ich vereinbare mit meinem Patenkind Ziele die erreichbar sind. Wir dokumentieren Fortschritte und reflektieren diese gemeinsam.

  • Potenziale: Ich mache meinem Patenkind seine Stärken bewusst und fördere diese. Ich erkenne die Aktivitäten und Leistungen meines Patenkinds an und gebe ihm konstruktives Feedback.

  • Vertrauen: Ich gebe meinem Patenkind Zeit Vertrauen aufzubauen und setzte mich dafür ein, dieses Vertrauen zu fördern und zu stärken. Das, was wir besprechen, erzählen wir Dritten nicht seit denn, beide sind damit einverstanden.

  • Respekt: Ich akzeptiere mein Patenkind als Persönlichkeit, begegne ihm auf Augenhöhe und zeige ihm meine Wertschätzung. Die Probleme und Anliegen meines Patenkindes nehme ich ernst.

 

 

msschülerpaten

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