Medienpädagogischer Elternabend von "erlebe IT - die Schulinitiative der digitalen Wirtschaft" an unserer Schule

msbitkom

Tina Drechsel vom Bundesverband der Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien "bitkom" hielt am 1. Februar einen interessanten Elternabend zum Thema "Medienpädagogik". Tags darauf fanden Workshops für unsere 1:1-iPad-Klassen statt, um sie in Bezug auf deren "Medienkompetenz" fit zu machen.
Im Partnerinterview zur Medienbiografie kamen bei den Besuchern nostalgische Gefühle auf, waren die Jugendbiografien von anwesenden Eltern und Lehrkräften doch noch ohne Smartphone und Tablet geprägt.
Erste Informationen lieferten erstaunliche Erkenntnisse zur Mediennutzung Jugendlicher. Nach der Selbsteinschätzung Jugendlicher betrug z. B. die durchschnittliche Dauer des täglichen Online-Seins 220 Minuten. Als beliebteste App mit weitem Abstand vor Snapchat gilt WhatsApp.
Wie man mit exzessiver Handynutzung des eigenen Kindes umgeht, wurde im zweiten Teil des Vortrags diskutiert. Fear of missing out und Sofortness sind Gründe, die den Druck aufbauen, das Handy regelmäßig, nämlich durchschnittlich 80mal am Tag, in die Hand zu nehmen. Die "gelesen"-Nachricht als Funktion auszuschalten war ein Tipp, neben dem Suchen des Gesprächs mit dem eigenen Kind, eine eigentlich selbstverständliche Aufgabe, die aber wohl in vielen Familien heutzutage oft zu kurz kommt. Da auch viele Erwachsene der exzessiven Handynutzung verfallen, kann es dazu kommen, dass das Thema in der Familie gemieden wird. Anzeichen, dass die Smartphone-Nutzung problematisch wird, sind Verheimlichung, Lustlosigkeit, Verharmlosung, Streit und Schuldgefühle. Eltern sollten bei der Handynutzung ein Vorbild sein, Nutzungszeiten sollten vereinbart, deren Einhaltung sollte gesichert werden, medienfreie Alternativ-Aktivitäten sind sinnvoll und man sollte sich nicht scheuen, bei großen Problemen professionelle Hilfe zu suchen. Nur im Notfall sollten technische Beschränkungen genutzt werden, da Vertrauen dem Mißtrauen immer vorzuziehen ist. Apps, die Hilfen bieten, sind "Menthal" oder "forest-grow".
Im dritten Teil des Vortrags wurden datenschutzrechtliche und urheberrechtliche Informationen geboten: "Was darf ich, was darf ich nicht bzw. was sollte ich vermeiden!" und abschließend wurden noch Tipps im Fall von Cyber-Mobbing gegeben, das bei einer Betroffenenquote unter Jugendlichen von 37 Prozent doch ein relevantes Thema zu sein scheint.

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