Medienkonzept der Mittelschule Zirndorf

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Unser Medienkonzept ist dynamisch, d. h. es entwickelt sich und wird regelmäßig überarbeitet. 
   

Das Medienkonzept der Mittelschule Zirndorf

Insbesondere der rasche Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft stellt eine enorme Herausforderung für uns alle dar und fordert uns eine Vielzahl neuer Kompetenzen ab. Nach Weinert definieren wir als Kompetenzen kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Problemlösung beziehungsweise die motivationalen, willentlichen und sozialen Bereitschaften zu Problemlösungen, die ein Individuum mitbringen muss, um in der Gesellschaft erfolgreich handeln zu können (Weinert 2001).

 

Handlungsebenen - Beitrag des „Medienkonzepts der Mittelschule Zirndorf“ auf die genannten Herausforderungen

 

Unser schuleigenes Medienkonzept verfolgt das Ziel eine umfassende Medienbildung zu gewährleisten. In der Umsetzung nehmen wir die folgenden Handlungsebenen besonders in den Blick:

 

  1. Handhabungskompetenz: Sie bildet die Grundlage für die Nutzung der erweiterten technischen Möglichkeit zur Information, Kommunikation und Kooperation. Hier ist jedoch davon auszugehen, dass unsere Schüler schon entsprechende Erfahrungen mitbringen.
  2. Sicherheitskompetenz im Sinne der Vermittlung von Sicherheitsbewusstsein und der Fähigkeit, sich der Techniken zum Datenschutz zu bedienen.
  3. Methodenkompetenz: Informationen recherchieren, bewerten, präsentieren und kommunizieren.
  4. Medienkompetenz: Die Schüler sollen medienbezogene Kenntnisse, Arbeitstechniken, Methoden und Fertigkeiten erlernen. Sie sollen sich Einstellungen und Werthaltungen aneignen, die ihnen ein sachgerechtes, selbst bestimmtes, kreatives und verantwortliches Handeln in einer von Medien geprägten Welt ermöglichen und die auch für die Ausübung vieler Berufe von Bedeutung sind. Auch die Fähigkeit, Medien selbst erstellen zu können, zählt zu dieser Handlungsebene.
  5. Lernkompetenz: Nutzung der Medien zur Stärkung problemorientierter, selbstorganisierter und kooperativer Lern- und Arbeitsformen im Hinblick auf die Anforderungen der Informationsgesellschaft. Dabei sollen die Schüler erfahren, dass auch Fehler bzw. Irrtümer und die daraus gewonnen Einsichten wertvolle Erfahrungen im Lernprozess darstellen können. Feedback durch Mitschüler und Lehrkräfte hat deshalb im Lernprozess einen hohen Stellenwert. 

 

Lernkultur und Computereinsatz 

Wir verstehen an der Mittelschule Zirndorf Lernen als einen Prozess, in dem die Lernenden (Schüler wie Lehrpersonen) aktiv werden müssen. Lernen erfolgt, wenn Wahrnehmen, Interpretieren, Handeln und produktives Feedback sich verbinden. Hierbei kommt den Medien eine Rolle als „cognitive tools“, als „Denkwerkzeuge“ zu, denn für die aktive Bearbeitung, Kategorisierung, Veränderung, Bearbeitung und Überprüfung von Wissen ist man – zumindest bei komplexeren Prozessen – auf Medien angewiesen.

 

Digitale Medien bieten (Denk-)Werkzeuge für den handelnden Wissenserwerb,

 

  • um Informationen zu sammeln und zu strukturieren.
  • Zusammenhänge zu erarbeiten,
  • Sachverhalte zu veranschaulichen,
  • Sachverhalte anderen zu vermitteln,
  • kognitive Prozesse, das Bilden mentaler Modelle, das Aushandeln von Bedeutung zu unterstützen.

 

Lernen findet dann optimal statt,

 

  • wenn der Prozess der Informationsaufnahme möglichst selbstgesteuert ist,
  • wenn Informationen interpretiert, bearbeitet und weiterverarbeitet werden,
  • wenn das Ergebnis der Wissensaneignung anderen präsentiert und vermittelt wird,
  • wenn man mit anderen kooperiert und sich gegenseitig austauscht.

 

 

Fünf Module zur praktischen Umsetzung an der Mittelschule Zirndorf

 

 

I. Modul: Lehrplanarbeit

 

  1. Die Schüler erwerben Kompetenzen in den einzelnen Fächern entsprechend den Vorgaben unseres Methodencurriculums.

 

Präsentationskompetenz (Beispiele):

 

  • Digitale Plakate/Folien/Bücher erstellen und gestalten
  • durch Präsentationswerkzeuge (PP, Keynote, Explain Everything, ...) unterstützte Referate erstellen
  • Vortragen üben – Filme z. B. mit iMovie erstellen
  • Mindmap/Brainstorming mit digitalen Mindmaps

 

  • Vorbereitung auf die Projektprüfung
  • Vorstellungsgespräche (> Bewerbungstraining) filmen

 

Umgang mit Informationen (Beispiele):

 

  • Digitale Nachschlagewerke nutzen
  • Digitale Bibliothek als Infoquelle und zur Förderung von Leselust nutzen

 

Lesekompetenz (Beispiele):

 
  • eBooks erstellen
  • Arbeiten mit selbst erstellten eBooks (iBooks Author, Book Creator, ...)

 

Medienkompetenz (Beispiele):

 

  • Tastschreiben
  • Umgang mit Word
  • Umgang mit Smartboard
  • Umgang mit iPad
  • Digitales Mindmap
  • Internetnutzung
  • Powerpoint, Keynote
  • Excel, Numbers

 

 

  1. Kompetenzerwerb im Wahlfach Informatik, in Arbeitsgemeinschaften für die 5. und 6. Klassen, in der Arbeitsgemeinschaft Jahresbericht und in der Projektprüfung

 

 

 II. Modul: Lernplattform FRONTER

 

Kommunikations- und Lernplattformen unterstützen konsequent die Lehrenden bei der

Vorbereitung, Betreuung und Evaluation von Lernarrangements.

 

Aufgaben:

 

- Individuelle Lernzugänge (Lernprofil)

- Charakterisierung der Lernplattform

- Zugang zu geeigneten Medienangeboten (Digitale Bibliotheken und „Pfadfinder“)

- Kommunikation (z. B. eMail, Foren, Chatroom)

- Kooperation

- Dokumentation (individuell, institutionell)

- Unterrichtsplanung/Unterrichtsorganisation/Unterrichtsdurchführung

- Fronter als Materialdatenbank für den Unterricht nutzen

- Nutzerverwaltung

 

Lernorganisatorische Aspekte:

 

Der Lehrende oder das Lernsystem weist dem Lernenden spezifische Aufgaben zu (Binnendifferenzierung), die IT-gestützt bearbeitet werden sollen.

  • Entsprechend den Vorkenntnissen, dem Lernstand und der individuellen Arbeitsgeschwindigkeit kann sich der Schüler die Zeit nehmen, die er benötigt.
  • Zur Unterstützung des Lernprozesses können individuell abgestimmte Übungspakete zur Verfügung gestellt werden.
  • Sowohl die Lernplattform, als auch die genutzten Unterrichtsmaterialien sind optimal aufeinander abgestimmt.
  • Über statistische Auswertungen (Tracking) kann der Lehrende nachverfolgen, ob und mit welchem Erfolg der Schüler die Aufgaben bearbeitet hat.
  • Der Lernende sieht übersichtlich im Lernplan, bis wann er welche Aufgabe zu erledigen hat. Er löst die Aufgaben selbstorganisiert.

 

Technologisch-strukturelle Aspekte:

 

  • Einfache und intuitive Bedienung der pädagogischen und administrativen Oberfläche für Nutzer, Anbieter und Administratoren,
  • Sicherheit im Netz durch Verhinderung von unberechtigtem, (zer-)störendem Zugriff,
  • Wartung der Plattform erfolgt durch geeignete Partner (intern oder extern), wobei der Wartungsaufwand minimal sein muss.

 

 

III. Modul: iPad-Lernen

 

Für die Jugendlichen von heute ist der Umgang mit Handys, Smartphones und Computern inzwischen zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die moderne Schule muss sich darauf einlassen und versuchen die neuen Medien für den Unterricht nutzbar zu machen, zumal sie durchaus positive Aspekte für das Lernen der Jugendlichen bieten. Neue Technologien, die zur Lebenswirklichkeit der Schüler gehören, dürfen von der Schule nicht ignoriert werden, sondern sollten mit ihren positiven Möglichkeiten genutzt und einer kritischen Auseinandersetzung unterzogen werden. Dies lässt sich nicht mit dem moralischen Zeigefinger erreichen, sondern vielmehr durch die reflektierte Einbindung in den Unterrichtsalltag.

 

Es sind vier Hauptziele, die wir mit der Nutzung des iPads im Unterricht erreichen wollen:

 

  • Wissen ist im Internet heute in vielfältigster Weise vorhanden. Die Schüler sollen aber lernen, damit umzugehen, es zu strukturieren, zu analysieren und zu präsentieren. Um diese neue Kulturtechnik anzubahnen, muss die digitale Lebenswirklichkeit auch in der Schule ankommen.
  • Mit den iPad-Apps lassen sich rasch eindrucksvolle Arbeitsergebnisse erstellen, die die Kreativität der Schüler anspornen und äußert motivierend wirken.
  • Das iPad ermöglicht eine stark individualisierte Auseinandersetzung des Schülers in Lern- und Kompetenzarrangements und eröffnet damit ganz neue Lerndimensionen.
  • Dadurch, dass jeder Schüler „sein iPad“ nutzen kann, ist es für ihn möglich, sein eigenes Lerntempo zu wählen. Lernen verliert damit seine im traditionellen Unterricht vorgegebene Gleichschrittigkeit und Gleichzeitigkeit.

 

Vorteile des Einsatzes von iPads im Unterricht

 

Allgemeine Vorteile:

 

  • Stärkung der Medienkompetenz (Recherchieren lernen, kritischer Umgang mit Informationen hinsichtlich Qualität, Authentizität und Relevanz)
  • Individualisiertes Lernen: eigenes Lerntempo, beliebige Wiederholungen
  • Projektorientierter Unterricht und kooperatives Lernen
  • Multimediales Lernen (z. B. Verknüpfung von Musik, Video, Text und Animation, Storytelling)
  • Schneller Zugriff auf aktuelle, unterrichtsbezogene Inhalte aus dem Internet (z. B. Wikipedia, Google Earth, iTranslate etc.)
  • Multi-Touch-Oberfläche ermöglicht leichte Bedienung
  • Mit den Produktivitätsprogrammen des iWork-Pakets können Schüler und Lehrer Dokumente, Präsentationen und Tabellenkalkulationen in professioneller Qualität erstellen
  • Lange Akku-Laufzeiten von 10 Stunden

 

Spezifische Vorteile für den bilingualen Sachfachunterricht:

 

  • Alle Klassiker der englischen Literatur sind kostenfrei als digitale Bücher verfügbar
  • Mit dem Programm iBooks-Author lassen sich leicht digitale Unterrichtssequenzen und damit individualisierte digitale Schulbücher erstellen
  • Mehrschichtige Kompetenzarrangements erleichtern Lernen auf verschiedenen Lernniveaus
  • Zuwachs an kommunikativer Kompetenz
  • Szenarien in englischer Sprache bewirken durch multimediales Design die Durchdringung des Sachverhalts und führen zu einem Denken in der Fremdsprache

 

 

IV. Modul: Einsatz interaktiver Whiteboards in den Klassenzimmern

 

Frage nach dem Mehrwert der Nutzung interaktiver Whiteboards im Unterrichtsalltag:

 

  • Die Interaktivität ist ein großer Vorteil, da alle am Unterricht Beteiligten durch bloßes Berühren des Bildschirms Probleme lösen, Bilder verschieben und Strategien entwickeln können.
  • Jeder einzelne Schritt kann dokumentiert und zu jeder Zeit wieder reproduziert werden. So lassen sich gespeicherte Tafelbilder in der Folgestunde leicht wieder einsetzen und fortführen.
  • Schüler können mit dem Whiteboard interagieren, um z. B. ein mathematisches Problem zu lösen oder den Satzaufbau in der Fremdsprache handelnd zu üben.
  • In Verbindung mit der Lernplattform FRONTER können vom Lehrer bereitgestellte Materialien schnell präsentiert werden.
  • Die von den Schülern erarbeiteten Ergebnisse des iPad-Unterrichts lassen sich leicht für alle projizieren.

 

V. Modul: Aktionen

 

  • Ein jährlicher Aktionstag mit den Neuen Medien unter Beteiligung von Lehrern, Schülern und Eltern: Workshops, Informations-Foren und Podiums-Diskussion
  • "Elternverantwortung ist der Schlüssel. Eltern müssen ihre Kinder stark machen", sagt Georg Ehrmann, Rechtsanwalt und geschäftsführender Vorsitzender der Deutschen Kinderhilfe. Neben technischen Voraussetzungen, wie Kindersicherungen am heimischen Computer, sei die Kommunikation im Elternhaus ausschlaggebend für den sicheren Umgang mit dem Internet. "Durch eine vertrauensvolle Basis zwischen Eltern und Kindern können wir physische und psychische Leiden verhindern", appellierte Ehrmann an die anwesenden Eltern, den Umgang mit dem Internet gemeinsam mit den Kindern zu erlernen. ("Sicheres Netz hilft e.V.“)
  • Nutzung der Materialien der EU-Initiative „klicksafe“ in allen Jahrgangsstufen
  • Durchführung von themenspezifischen Elternabenden

 

 

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